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Dieser Artikel wurde am 23. Apr. 2014 geschrieben, und ist in der Kategorie Allgemeines.

Albert Vitali: Verführerischer Mindestlohn

Die Mindestlohn-Initiative schadet der Wirtschaft. Es fällt auf, dass in unseren Nachbarländern mit starken Gewerkschaften und staatlichem Mindestlohn auch die Arbeitslosigkeit hoch ist. Es ist zu befürchten, dass bei einem hohen Mindestlohn die Tieflohn-Arbeitsplätze wegrationalisiert werden. Schlechtqualifizierte werden es schwierig haben, eine Stelle zu bekommen, wenn der Arbeitgeber für den gleichen Lohn einen Qualifizierten bekommt.

Der soziale Frieden in der Schweiz ist gut, das heisst: Die heutigen Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften zeigen, dass es vernünftig ist, für jede Branche eine separate Lösung zu finden.

Ein einheitlicher Mindestlohn funktioniert nach dem Giesskannenprinzip, es profitieren Zweit- und Dritt-Verdiener. Für die Bekämpfung von Armut und Working Poor braucht es gezielte Unterstützung. Ein hoher Mindestlohn bedeutet höhere Produktionskosten und daraus folgend höhere Preise, die dann gerade wieder die sozial Schwächeren stark belasten. Die Katze beisst sich in den Schwanz.

Ein Mindestlohn kann sich auch verführerisch auf diejenigen Jugendlichen auswirken, die sowieso wenig motiviert sind, eine Lehre zu absolvieren. Warum sollen sie eine Lehre machen, wenn sie auch ohne Ausbildung viel Geld verdienen? Wir wissen aber, dass eine Lehre am besten vor Arbeitslosigkeit schützt. Das beste Mittel gegen Armut ist Ausbildung, nicht Mindestlohn.

Der Staat soll sich nicht in die Lohnpolitik der Unternehmen einmischen. Darum sage ich NEIN ZUM MINDESTLOHN am 18. Mai.

Ein Kommentar

  1. Thomas
    20. August 2014

    In einigen Bereich ist ein Mindestlohn sicherlich eine gute Sache, denn jeder hat das Recht darauf vernünftigt entlohnt zu werden, allerdings gibt es auch negative mit sich und hier muss es grundsätzlich auch Außnahmen beim Mindestlohn geben, damit es später nicht dazu kommt, dass sich Menschen auf den Mindestlohn ausruhen und immer mehn unqualifiziertes Personal zusammen kommt.

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