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Dieser Artikel wurde am 22. Jan. 2014 geschrieben, und ist in der Kategorie Allgemeines.

Charly Freitag: Die Masseneinwanderungsinitiative ist der falsche Weg

Sind wir uns eigentlich bewusst, was die Schweiz erreicht hat? Wir haben eine funktionierende Wirtschaft mit einer Arbeitslosigkeit um die 3%. Dabei ist es uns gelungen, unsere Eigenständigkeit zu waren. Die Schweiz ist ein Erfolgsmodell – dies dank dem bilateralen Weg den wir eingeschlagen haben. Diesen nun mit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative zu riskieren ist falsch. Ich bitte Sie daher, die Masseneinwanderungsinitiative abzulehnen.

Ein Kommentar

  1. Warum ein Nein auf dem Lande schwierig wird
    27. Januar 2014

    Die Arbeitslosigkeit ist im europäischen Vergleich tief, so etwa “nur” 20 000 arbeitslose Jugendliche. Das ist ähnlich wie 11 000 Abtreibungen jährlich im europäischen Vergleich fast nichts. Ich hätte übrigens keine der beiden Initiativen unterschrieben.

    Als volkskundlicher Beobachter schliesse ich nicht aus, dass der sein Amt vorzüglich ausübende Gemeindepräsident in Beromünster u. Umgebung ähnlich in der Minderheit bleiben wird wie Philipp Müller in seiner Wählerbasis Reinach. In Müllers Stammlokal “Bären” habe ich einschliesslich des noch schweizerischen Servierpersonals ausser ihm niemanden getroffen, der sich an die FDP-Parole hält.

    In Beromünster ist das einst liberale Traditionslokal “Hirschen” (seit 1536) geschlossen. Im Suhrental ist eine eine einst erzliberale Gaststätte, heute von einem Ostdeutschen geführt, auf die Mithilfe zugewanderter Prostituierter angewiesen. Es gibt Modernisierungsverlierer, die von der künstlichen Konjunkturankurbelung durch 80 000 Einwanderer Jährlich nicht profitieren. Ein Wachstumsmarkt ist das Pflegewesen und die Sozialarbeit, wo ohne qualifizierte bzw. hochqualifizierte Zuwanderer nichts mehr gehen würde. Die beiden Beromünsterer Schulsozialarbeitenden Abdul Abdura und Nhur Barguil sind auch deswegen nötig, weil bei wachsender Anzahl Lehrpersonen mit Teilpensen die traditionellen pädagogischen Aufgaben der Schule nicht mehr abgedeckt sind.

    Noch ist die Masseneinwanderungsinitiative nicht abgelehnt. Im Gegensatz zur Stimmung in Beromünster und im Wynental waren die FCB-Fans in einer Probeabstimmung per Netz klar dagegen, auch die Westschweiz und das Wallis wie auch die rotgrünen Städte sind für ein Nein gesetzt. Das ländliche Luzern und vor allem Charly Freitags Heimatkanton Glarus werden massiv “falsch” stimmen einschliesslich altliberaler Stammwähler. Im Vergleich zur eher extremen Ecopop-Initiative ist die vor allem von den Gewerkschaften bekämpfte Masseneinwanderungsinitiative dank der Handschrift Blochers relativ gewerbefreundlich, weshalb der Aargauer und der Thurgauer Gewerbeverband die Ja-Parole ausgegeben haben.

    Noch nie in der Geschichte der schweizerischen Demokratie war Economiesuisse so stark auf die entscheidende Mithilfe der Linken und Grünen angewiesen. Diese sind sich aber auch nicht einig, weil die Personenfreizügigkeit zu den vier Glaubensartikeln des Brutalkapitalismus gehört, welcher übrigens nicht typisch ist für die Luzerner Liberalen.

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